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Sie hat nicht von sich reden gemacht

Sie hat nicht von sich reden gemacht

Sie hat nicht von sich reden gemacht sie war in keinem Verein sie wurde geboren besuchte die Schule Welschland wie üblich Coiffeuse sodann sie heiratete später gebar ihm zwei Kinder verlor ihn wieder und war wie man sagt eine gute Gattin und Mutter aber wer spricht von der Lustigkeit ihrer Augen wer redet davon wie wohl es uns tat nur schon die Anmut zu sehen mit der sie das Haar aus der Stirne sich strich oder wer erklärt die magische Kraft ihrer einfachen Worte und wer beschreibt den beweglichen Zauber der kleinen tüchtigen Hände oder wer lobt Gott für das Geschenk ihres herzhaften Lachens? Sie hat nicht von sich reden sie hat zwei oder drei Männer sie hat ihren gatten sie hat ihre Kinder sie hat sich selber glücklich gemacht und das ist mehr als wir denken!
Marin Luthers Morgensegen

Marin Luthers Morgensegen

Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen. Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, dass Du mich diese Nacht. vor allem Schaden und Gefahr behütet hast. und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass Dir all mein Tun und Leben gefalle; denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde.
Ursa Krattinger: Geh über die Brücke

Ursa Krattinger: Geh über die Brücke

Fürchte dich nicht geh über die Brücke überschreite überwinde die Angst und du wirst leben. Ursa Krattiger, in: EG Bayern, S. 117.
Marin Luthers Abendsegen

Marin Luthers Abendsegen

Das walte Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen. Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, Deinen lieben Sohn, dass Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich Unrecht getan habe, und mich diese Nacht auch gnädiglich behüten; denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.
Martin Luther: Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben

Martin Luther: Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben

Hier fängt die enge Pforte an. Das muss ein jeder erwägen und darüber fröhlich werden. Denn sie ist wohl eng, aber nicht lang. Es geht hier zu, wie wenn ein Kind aus der kleinen Wohnung in seiner Mutter Leib mit Gefahr und Ängsten in diesen weiten Himmel und diese weite Erde geboren wird. So geht der Mensch durch die enge Pforte des Todes aus diesem Leben. Und obwohl die Welt, in der wir jetzt leben, groß und weit scheint, ist sie doch gegen den zukünftigen Himmel viel enger und kleiner als der Mutter Leib gegen den Himmel, den wir heute sehen. Darum heißt das Sterben der Christen eine "neue Geburt". Aber der enge Gang des Todes macht, dass uns dieses Leben weit und jenes eng erscheint. Christus sagt: Eine Frau, wenn sie gebiert, hat Angst. Wenn sie aber genesen ist, denkt sie nicht mehr an die Angst, weil der Mensch in die Welt geboren ist. So muss man auch in der Angst des Sterbens erwägen, dass danach ein weiter Raum und große Freude sein wird. Martin Luther: Ein Sermon von der Bereitung zum Sterben, zitiert nach Jörg Zink: Wie wir beten können, Stuttgart/Berlin 1970, S. 223.
Zwillings-Parabel. Zwei Ungeborene unterhalten sich:

Zwillings-Parabel. Zwei Ungeborene unterhalten sich:

Die Schwester sagte zu ihrem Bruder: „Ich glaube an ein Leben nach der Geburt!" Ihr Bruder erhob lebhaft Einspruch: „Nein, nein. Das hier ist alles. Hier ist es schön und warm, und wir brauchen uns lediglich an die Nabelschnur zu halten, die uns ernährt." Aber das Mädchen gab nicht nach: „Es muss doch mehr als diesen dunklen Ort geben; es muss anderswo etwas geben, wo Licht ist und wo man sich frei bewegen kann." Aber sie konnte ihren Zwillingsbruder nicht überzeugen. Dann, nach längerem Schweigen, sagte sie zögernd: „Ich muss noch etwas sagen, aber ich fürchte, du wirst auch das nicht glauben: Ich glaube nämlich, dass wir eine Mutter haben!" Jetzt wurde ihr kleiner Bruder wütend: „Eine Mutter, eine Mutter!" schrie er. „Was für Zeug redest du denn daher? Ich habe noch nie eine Mutter gesehen und du auch nicht. Wer hat dir diese Idee in den Kopf gesetzt? Ich habe es dir doch schon gesagt: Dieser Ort ist alles, was es gibt! Hier ist es doch alles in allem gar nicht so übel. Wir haben alles, was wir brauchen." Die kleine Schwester war von dieser Antwort ihres Bruders ziemlich erschlagen und wagte eine Zeitlang nichts mehr zu sagen. Aber weil sonst niemand da war, mit dem sie hätte darüber sprechen können, sagte sie schließlich doch wieder: „Spürst du nicht ab und zu diesen Druck? Das ist doch immer wieder ganz unangenehm. Manchmal tut es richtig weh." - „Ja", gab er zur Antwort, „aber was soll das schon heißen?" Seine Schwester darauf: „Weißt du, ich glaube, dass dieses Wehtun dazu da ist, um uns auf einen anderen Ort vorzubereiten, wo es viel schöner ist als hier und wo wir unsere Mutter von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Wird das nicht ganz aufregend sein?" Ihr kleiner Bruder gab ihr keine Antwort mehr. Er hatte endgültig genug vom dummen Geschwätz seiner Schwester.
Helder Camara

Helder Camara

Sage ja zu den Überraschungen, die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichte machen, deinem Tag eine ganz andere Richtung geben, ja, vielleicht deinem Leben. Sie sind kein Zufall. Lass dem himmlischen Vater die Freiheit, selber den Verlauf deiner Tage und Jahre zu bestimmen.
Heiligabend 1943, Dietrich Bonhoeffer

Heiligabend 1943, Dietrich Bonhoeffer

Wir treten aus dem Schatten bald in ein helles Licht. Wir treten durch den Vorhang vor Gottes Angesicht. Wir legen ab die Bürde, das müde Erdenkleid; sind fertig mit den Sorgen und mit dem letzten Leid. Wir treten aus dem Dunkel nun in ein helles Licht. Warum wirs Sterben nennen? Ich weiß es nicht. (Dietrich Bonhoeffer, Brief vom Heiligabend 1943, Widerstand und Ergebung (KT 100), 16.Aufl.Gütersloh 1997)
Grabinschrift S. Kierkegaard

Grabinschrift S. Kierkegaard

Der Anfang, das Ende, ach Herr, sie sind dein, Die Spanne dazwischen, das Leben, war mein. Und irrt ich im Dunkel und fand mich nicht aus, Bei dir, Herr, ist Klarheit, und Licht ist dein Haus. Noch eine kurze Zeit, dann ist's gewonnen, dann ist der ganze Streit in Nichts zerronnen, dann will ich laben mich an Lebensbächen und ewig, ewiglich mit Jesus sprechen. Inschrift am Grab von S. Kierkegaard (in Übersetzung von P. Dieterich)
Aphorismen von Berthold Brecht

Aphorismen von Berthold Brecht

Niemand unter den Sterblichen ist so groß, dass er nicht in ein Gebet eingeschlossen werden könnte.
Gottesdienst in Rüthen, Biebertal 2011

Gottesdienst in Rüthen, Biebertal 2011

Gottesdienst im Biebertal, Rüthen Christi Himmelfahrt 2011, 02.06.