Besuchsdienst im Krankenhaus Maria Hilf
Evangelische Gemeinde bietet Patienten offene Ohren
Ehrenamtliche sorgen ab Ostern 2012 wieder für regelmäßigen Besuchsdienst im Maria Hilf.
Ein offenes Ohr ist besonders für kranke Menschen eine Erleichterung. Leid klagen, sich austauschen oder einfach nur nicht allein sein, kann lindern, kann zur Heilung beitragen. Umso größer dürfte die Erleichterung bei den Patienten des Maria Hilf sein. Ihnen bieten sich künftig in aller Regelmäßigkeit gleich 14 offene Ohren.
In Namen: Anneli Bobe, Anke Frie, Bärbel Müller, Jürgen Witt, Ingrid Bathelt, Claudia Dresbur und Pastor Peter Sinn. Sie stellen den neuen, ehrenamtlichen Besuchs- und Seelsorgedienst der evangelischen Gemeinde Warstein.
Am Dienstag wurden sie erstmals in ganzer Mannschaftsstärke von Geschäftsführer Dr. Hans-Christian Vatteroth und Pflegedienstleiter Klaus Wohlmeiner „herzlich willkommen“ geheißen im Warsteiner Krankenhaus. Ab Ostern wollen sie den Patienten dort „vor allem Zuhören“, wie Anneli Bobe sagte. Auf dem Weg dorthin musste sich nicht nur die Gemeinde neu organisieren. Es galt auch, datenschutzrechtliche Hürden zu überwinden. Der vertrauensvolle Umgang mit den gemäß des Gesetzes „besonders schützenswerten“ Patientendaten musste sicher gestellt werden. Das Maria Hilf reagierte.
„Im Krankenhausaufnahmevertrag wird künftig jeder Patient zunächst befragt, ob er überhaupt einen Besuchsdienst wünscht“, erklärte Dr. Hans-Christian Vatteroth.
„Und nur, wenn er das wünscht, wird die Konfession erfasst.“ Auf der anderen Seite werden nur relevante Daten an die ehrenamtlichen Seelsorger weitergegeben. Zudem müssen sie, wie das übrige Krankenhauspersonal auch, eine Datenschutzvereinbarung unterzeichnen. „Wir sind sehr froh, dass uns das Krankenhaus bei diesen Aufgaben so schnell geholfen hat“, meinte Anneli Bobe. Ihr ist es zu verdanken, dass es von evangelischer Seite nach etwa zwei Jahren Pause wieder ein regelmäßiges Angebot dieser Art gibt. Seitdem Pfarrer Karlfriedrich Schikora 2010 krankheitsbedingt als Seelsorger im Maria Hilf ausfiel, arbeitet sie an dem Projekt.
Sie fragte Bekannte, inserierte im Gemeindebrief und in der Zeitung mit dem Ziel, weitere Ehrenamtliche zu gewinnen. Vorerst erfolglos. Noch vor einem Jahr, neben Bobe selbst hatten sich nur zwei weitere Gemeindemitglieder gemeldet, drohte das Unternehmen zu scheitern. Schließlich bot Diakoniepfarrer Peter Sinn vom Kirchenkreis Arnsberg seine Unterstützung an – der Durchbruch. Das lag weniger an seiner bloßen Anwesenheit als am Versprechen, bei dieser mental anspruchsvollen Aufgabe mit Rat und Tat zu helfen. Zunächst für die Dauer von einem Jahr will der erfahrene Seelsorger den Gedankenaustausch der Ehrenamtlichen unterstützen, Supervision bieten. „Zunächst muss jeder seinen eigenen Weg in die Krankenzimmer finden. Und er sollte auch immer wissen, wie er dort wieder nicht zuviel von den Erfahrungen mit nach Hause nehmen.“
Zunächst soll es einmal in der Woche einen Besuchstag geben. Jeweils im Duo wollen die Ehrenamtlichen die Besuche durchführen. „Für uns alle ist das Neuland. Das muss sich erst einspielen“, meinte Bobe. Auch sei noch nicht absehbar, wie groß die Nachfrage überhaupt ist. Sicher ist man sich im Maria Hilf hingegen, dass der neue Dienst einen Gewinn darstellt. „Wir freuen uns sehr über das Angebot“, sagte Pflegedienstleiter Klaus Wohlmeiner, „wir sind uns sicher, dass er einen großen Beitrag zur Gesundung unserer Patienten leisten wird.“
In Namen: Anneli Bobe, Anke Frie, Bärbel Müller, Jürgen Witt, Ingrid Bathelt, Claudia Dresbur und Pastor Peter Sinn. Sie stellen den neuen, ehrenamtlichen Besuchs- und Seelsorgedienst der evangelischen Gemeinde Warstein.
Am Dienstag wurden sie erstmals in ganzer Mannschaftsstärke von Geschäftsführer Dr. Hans-Christian Vatteroth und Pflegedienstleiter Klaus Wohlmeiner „herzlich willkommen“ geheißen im Warsteiner Krankenhaus. Ab Ostern wollen sie den Patienten dort „vor allem Zuhören“, wie Anneli Bobe sagte. Auf dem Weg dorthin musste sich nicht nur die Gemeinde neu organisieren. Es galt auch, datenschutzrechtliche Hürden zu überwinden. Der vertrauensvolle Umgang mit den gemäß des Gesetzes „besonders schützenswerten“ Patientendaten musste sicher gestellt werden. Das Maria Hilf reagierte.
„Im Krankenhausaufnahmevertrag wird künftig jeder Patient zunächst befragt, ob er überhaupt einen Besuchsdienst wünscht“, erklärte Dr. Hans-Christian Vatteroth.
„Und nur, wenn er das wünscht, wird die Konfession erfasst.“ Auf der anderen Seite werden nur relevante Daten an die ehrenamtlichen Seelsorger weitergegeben. Zudem müssen sie, wie das übrige Krankenhauspersonal auch, eine Datenschutzvereinbarung unterzeichnen. „Wir sind sehr froh, dass uns das Krankenhaus bei diesen Aufgaben so schnell geholfen hat“, meinte Anneli Bobe. Ihr ist es zu verdanken, dass es von evangelischer Seite nach etwa zwei Jahren Pause wieder ein regelmäßiges Angebot dieser Art gibt. Seitdem Pfarrer Karlfriedrich Schikora 2010 krankheitsbedingt als Seelsorger im Maria Hilf ausfiel, arbeitet sie an dem Projekt.
Sie fragte Bekannte, inserierte im Gemeindebrief und in der Zeitung mit dem Ziel, weitere Ehrenamtliche zu gewinnen. Vorerst erfolglos. Noch vor einem Jahr, neben Bobe selbst hatten sich nur zwei weitere Gemeindemitglieder gemeldet, drohte das Unternehmen zu scheitern. Schließlich bot Diakoniepfarrer Peter Sinn vom Kirchenkreis Arnsberg seine Unterstützung an – der Durchbruch. Das lag weniger an seiner bloßen Anwesenheit als am Versprechen, bei dieser mental anspruchsvollen Aufgabe mit Rat und Tat zu helfen. Zunächst für die Dauer von einem Jahr will der erfahrene Seelsorger den Gedankenaustausch der Ehrenamtlichen unterstützen, Supervision bieten. „Zunächst muss jeder seinen eigenen Weg in die Krankenzimmer finden. Und er sollte auch immer wissen, wie er dort wieder nicht zuviel von den Erfahrungen mit nach Hause nehmen.“
Zunächst soll es einmal in der Woche einen Besuchstag geben. Jeweils im Duo wollen die Ehrenamtlichen die Besuche durchführen. „Für uns alle ist das Neuland. Das muss sich erst einspielen“, meinte Bobe. Auch sei noch nicht absehbar, wie groß die Nachfrage überhaupt ist. Sicher ist man sich im Maria Hilf hingegen, dass der neue Dienst einen Gewinn darstellt. „Wir freuen uns sehr über das Angebot“, sagte Pflegedienstleiter Klaus Wohlmeiner, „wir sind uns sicher, dass er einen großen Beitrag zur Gesundung unserer Patienten leisten wird.“
Bastian Angenendt / WP
