unser Logo
Wir leben in einer visuellen Gesellschaft – schnellstmögliche Wiedererkennung ohne lange Texte; jeder Werbefachmann weiß, wie wichtig das ist. Ein Bild, ein Signum, ein Logo... wie immer man es nennen will – etwas optisch Einprägsames muss her! Bei der Erstellung unseres Gemeindelogos sollte seinerzeit zum Ausdruck gebracht werden, dass sich in unserer Gemeinde (symbolisch „unter unserem Dach“) alle Mitglieder und Gäste vielfältigster Art wohlfühlen sollen.
„In unserem Haus sind viele Wohnungen“ - nicht ein Gebäude stand im Vordergrund, sondern eine Vision, ein Prinzip, eine Idealvorstellung für unsere ganze Gemeinde und das Motto:
„Dem Glauben ein Zuhause“
Das „Zuhause“ steht auch für Geborgenheit und wird im Logo entsprechend betont und „unterstrichen“. Diesmal nun ging es um unser neues Gemeindehaus, das „Philipp-Melanchthon-Haus“. 6 Silben aus 22 Buchstaben; damit ist schon fast alles gesagt. Wir reden und schreiben inzwischen längst in der Kurzform „PMH“. Meine ersten Ideen kreisten immer wieder um die Darstellungsform dieser drei Buchstaben P, M und H. Ein Spiel mit den Buchstaben hatte mich lange beschäftigt; nebeneinander, ineinander, aneinander, das H aus Haus, das M als Dach... eine gute Lösung kam dabei aber nicht heraus – krampfig und albern kamen mir meine Ideen vor. Schließlich ging es ja auch um das Haus an sich, das Gebäude.
Eine Linienstudie brachte mich der Lösung schon viel näher:

Was charakterisiert das Haus in besonderer Weise, was braucht man unbedingt, wie weit kann man reduzieren? Nichtssagende Linien fielen heraus, ein einziger Winkel ist das Charakteristikum für die Dachform – das reicht als Erkennungsmerkmal von außen. Im Inneren des Gebäudes entspricht dem das gestalterisch auffällige rote Band. Rot war auch schon im ersten Logo enthalten, rot sind auch die Stühle im Haus, rot sind auch die Sitzpolster in der irche, mit einem dünnen roten Streifen sind auch schon die Kirchfenster umrahmt – rot passt nicht nur, das rote Band muss sein. Warum dann nicht gleich als Basis des Logos?
Auch hier führten verschiedene Varianten aus schwarz und rot oftmals in die Irre:
Irgendwann trennt sich für mich dann im Laufe der Arbeit die Spreu vom Weizen. Die Absicht, dass wir uns öffnen wollen und unser Haus im Sinne es „Zuhause-Seins“ verstehen wollen, muss mit hinein in das Logo – so kommt es dann zustande, dass die drei Buchstaben nicht von Linien eingezwängt werden, sondern über die „Mauern“ hinaus gehen und eine Verbindung schaffen zwischen innen und außen.
Schrift, Farbe, Linienform, Linienlängen, Winkel, ... all das will berücksichtigt sein – zufällig passiert da gar nichts!
Ich habe versucht, hiermit einen kleinen Einblick in die Entwicklung und Gestaltung des neuen Logos zu geben, und hoffe, dass Sie sich von dem neuen Logo angesprochen fühlen.
Wolfgang Boomhuis

Sie finden dieses Logo am Eingang des Philipp-Melanchton-Haus
